Die Zirbe - Königin der Alpen

Wie das heimische Holz uns hilft

Bevor wir uns mit dem Nutzen des Zirbenholzes befassen, müssen wir erst die zwei wichtigsten Fragen beantworten - was ist die Zirbe überhaupt? Und woher kommt sie?

Die Zirbe (lat. pinus cembra), auch als Zirbelkiefer, Zirbel, Arbe oder Arve bekannt, ist eine spezielle Kieferart, die sich auf sehr Kalte und karge Regionen spezialisiert hat. Die Kieferart gehört zu den widerstandsfähigsten und anpassungsfähigsten Bäumen der Welt. Bei einer Außentemperatur von -5 °C ist die Zirbel der einzige Baum, der weiterwachsen und Fotosynthese betreiben kann. Der Zirbenbaum wird bis zu 25 Meter hoch und bis zu 1.200 Jahre alt. Die Holzfarbe ist gelbrötlich, ist dicht gewachsen, feinfasrig, sehr weich und dadurch extrem widerstandsfähig. Sie widersteht starker Sonnenhitze, frostiger Kälte und unliebsamen Schädlingen besser als jede andere Baumart. Eine wahre "Königin der Alpen".

Dank ihrer besonderen Eigenschaften war die Zirbelkiefer eine der ersten Baumarten, welche es nach der großen Eiszeit geschafft haben sich in den Alpen anzusiedeln und die ersten Wälder zu bilden. Im Laufe der Jahrzehnte stießen schneller wachsende Baumarten hinzu und drängten die Zirbe in die kargeren Gegenden zurück. Heute findet man die Zirben fast ausschließlich im Hochgebirge der Alpen und der Karpaten. Bevorzugt wächst sie im alpinen Hochgebirge ab 1.600 Höhenmeter bis hinauf an die Waldgrenze in etwa 2.850 Meter Höhe.

Was macht die Zirbe so einzigartig?

Die Zirbe ist das Sinnbild für Ruhe und Harmonie. In Betten und Wiegen aus der langsam wachsenden Zirbe schlafen Kinder und Erwachsene damals wie heute ruhiger. Der Duft des Zirbenholzes fördert die Besonnenheit und lenkt den Blick auf das Wesentliche im Leben. Genau aus diesem Grund hat man sich früher bei wichtigen Debatten in der Zirbenstube zusammengesetzt. 

Unsere Vorfahren gaben aus genau diesen Eigenschaften des Zirbenholzes schon vor Jahrhunderten den respektvollen Namen "Königin der Alpen". Schon damals wusste man um die wohltuende Wirkung der Zirbe auf Herz und Kreislauf - früher wusste man allerdings nicht genau, wie und warum. Heute ist die positive Wirkung der Zirbe sogar wissenschaftlich belegt.

Welchen Effekt hat das Zirbenholz auf unseren Körper?

Unser Körper nimmt Holz auf eine ganz besondere Art und Weise wahr. Gewisse Duftmoleküle des Holzes nehmen wir wahr, welche für Entspannung und Erholung sorgen. Das süßlich und stark aromatisch duftende Zirbenholz wird von uns Menschen im Gegensatz zu anderen Baumarten gerne inhaliert. Dies wurde auch in der Zirbenstudie des Joanneum Resarch nachgewiesen. 

Dutzende Probanden wurden dabei während des Schlafes mittels eines Herzratenmessgerätes der Herzschlag gemessen. Dieser Test erfolgte über mehrere Nächte hinweg. Anfangs sollten die Testpersonen in ihren eigenen Betten schlafen. Im zweiten Teil des Experimentes schliefen die Tester in Zirbenbetten. Wichtig zu wissen ist, die Personen wurde vorher nicht gesagt, dass es sich hier bei um ein Zirbenbett handelt, sondern sie wurden nur gebeten in einem fremden Bett zu nächtigen. So konnte garantiert werden, dass die Probanden nicht voreingenommen waren. 

Das Testergebnis war erstaunlich. Durchschnittlich ersparten sich die Testteilnehmer beim Schlafen im Zirbenbett ganze 3.500 Herzschläge pro Nacht. Gleichzeitig hat sich der Schlaf in einem Zirbenbett auf den Vagutinus* ausgewirkt. Je besser dieser gestärkt wurde, desto mehr steigt unser allgemeines Wohlbefinden. 

Kurz: Die ätherischen Öle im Zirbenholz verstärken unseren Schlaf, lassen unsere Herzschläge einsparen, chronische Entzündungen werden dadurch besser regeneriert und tragen zur allgemeinen Entspannung bei. 

*Vagutinus = Die Erholung des größten und wichtigsten Nervs - Vagusnerv

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